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Frau Christine Scharnbacher

E-Mail: kinderpflege(at)bkgl.de

 

 

 

 

Berufsfachschule für Kinderpflege
Allgemeine Informationen

 

 

75 Jahre Kinderpflegeausbildung am Berufskolleg Bergisch Gladbach

Im Jahr 2019 feiert die Berufsfachschule für Kinderpflege ihr 75 jähriges Bestehen. Sie ist der älteste Bildungsgang an unserer Schule. Ein Wandel in Gesellschaft, Erziehung und Kindergärten hat dazu geführt, die Berufsanforderungen der Ausbildung im Lauf der Jahrzehnte immer wieder an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen, um die Kinder entsprechend zu fördern. Im folgenden Text wird Ihnen ein kurzer historischer Rückblick auf die 75 Jahre Kinderpflegeausbildung gegeben.
Im Jahr 1944 wurde an der Berufsschule in Bergisch Gladbach die Kinderpflegerinnenschule als einjährige Vollzeitschule mit Anerkennungsjahr eingerichtet, da geburtenstarke Jahrgänge ab 1940 eine Aufstockung des Personals in den Kindergärten erforderlich machten. Aufgrund der Kriegssituation musste die Schule im Schuljahr 1944/45 für ein Jahr schließen und die ersten Absolventen verließen erst 1946 die Schule.
In den fünfziger und sechziger Jahren konnte sich die Kinderpflegerin durch ihren umfassenden Einsatz beruflich immer mehr etablieren, zumal ein erheblicher Erziehermangel herrschte. Teilweise wurden Kindergartengruppen, manchmal auch Kindergärten von Kinderpflegerinnen allein geleitet. Ab 1964 wurde die Ausbildungsdauer um ein Jahr verlängert und nach dem schulisch begleiteten Anerkennungsjahr die Berufsbezeichnung "Kinderpflegerin" verliehen. 
In den siebziger Jahren wurde das Anerkennungsjahr abgeschafft und im Rahmen der Reformbestrebungen in der Bildungspolitik die Daseinsberechtigung der Kinderpflegerin in den Kindergärten sehr kontrovers diskutiert. Dadurch gingen die Schülerzahlen zurück, auch an unserer Schule wurde die Situation schwierig, sodass man 1974/75 die Schließung der Kinderpflegeabteilung erwog. Nur dem intensiven Einsatz der damaligen Leiterin der Berufsfachschule, Frau Walterscheid, ist es zu verdanken, dass diese Schulform nur ein Jahr unterbrochen wurde.
In den achtziger Jahren gab es erneut Änderungen. Im Schuljahr 1984/85 übernahm Herr Miebach die Bildungsgangleitung und setzte sich in den folgenden 30 Jahren bis 2014 intensiv für den Erhalt dieser Schulform ein, um für Schülerinnen  diese sog. Erstausbildung im sozialpädagogischen Bereich als Berufsperspektive anzubieten. Im Jahr 1987 erfolgte die Umbenennung der Ausbildung in "Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen, Fachrichtung Kinderpflege". Zum ersten Mal durften auch männliche Schüler die Ausbildung absolvieren. Gleichzeitig wurde es möglich, die Fachoberschulreife und im Anschluss die Erzieherausbildung zu machen. Dies führte zu steigenden Schülerzahlen, sodass die Ausbildung immer wieder auch zweizügig angeboten wird.
In den neunziger Jahren interessierten sich immer mehr lebenserfahrene Frauen, die bisher ohne sozialpädagogische Ausbildung tätig waren, für eine qualifizierte Berufsausbildung,  sodas 1995-2001 die Kinderpflegekurzausbildung in Abendform angeboten wurde. Berufsbegleitend konnte mit reduziertem Stunden umfang der Abschluss zur Kinderpflegerin erworben werden.
Das neue Jahrtausend brachte 2008 die Einführung des Kinderbildungsgesetzes, das die Gruppenform in den Kindergärten neu ordnete. Die Kinderpflegerinnen sollten überwiegend bei Kindern im Alter von 3-6 Jahren arbeiten. Viele ausgebildete Kinderpflegerinnen machten daraufhin eine Qualifizierung zur Erzieherin, um in allen Gruppenformen weiter arbeiten zu können. 
Im Jahr 2010 erweiterte das Land NRW die Kinderpflegeausbildung, um dem Gesetzesanspruch für die Kinderpflegeausbildung, um dem Gesetzesanspruch für einen Kinderbetreuungsplatz nachzukommen. Gleichzeitig mit dem Berufsabschluss wird seitdem das Zertifikat zur Kindertagespflege erworben. Nach der Ausbildung kann man sich in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt als Tagespflegeperson selbständig machen und bis zu 5 Kinder im Alter von 0- 3 Jahren betreuen. Im Jahr 2014 übernahm Frau Scharnbacher, die langjährige Stellvertreterin von Herrn Miebach, die Aufgaben als Bildungsgangkoordinatorin im Bildungsgang Kinderpflege.
In diesen 75 Jahren haben wir hunderte von Absolventinnen und Absolventen entlassen, die über viele Jahre und Jahrzehnte ihren Beruf sehr engagiert ausgeübt, sich als Erzieherin weiterqualifiziert oder in der Tagespflege selbständig gemacht haben. Bei den Praxisbesuchen in den Kindertageseinrichtungen begegnen die Lehrer vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern und freuen sich immer über die persönlichen Gespräche und Rückmeldungen.

 

 Flyer Berufsfachschule Kinderpflege:

 

 

 

 

 

Schülerinnen der Berufsfachschule Kinderpflege nehmen ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen.
Jetzt sind sie Berufsanfänger und freuen sich auf die Arbeit mit den Kindern
. Einige Schülerinnen werden die Fachschule für Sozialpädagogik besuchen.
Herzlichen Glückwunsch!

 

Haben Sie Lust an der Arbeit mit Kindern, Lust auf Spielen, Basteln,Singen...... mit Kindern, Interesse an der Erziehung und Bildung von Kindern, dann sind Sie richtig in diesem verantwortungsvollen Beruf,den Sie nach dem Hauptschulabschluss in einer zweijährigen,vollzeitschulischen Ausbildung erlernen können.

Die Berufsfachschule Kinderpflege vermittelt einen Berufsabschluss nach Landesrecht oder eine berufliche Grundausbildung und ermöglicht den Erwerb des mittleren Schulabschlusses (FOR) mit und ohne Qualifikation.

NEU:
Mit dem erfolgreichen Abschluss wird die Qualifikation zur Kindertagespflege als Tagesmutter/-vater bescheinigt. 

 

Durch den Unterricht soll die Schülerin/der Schüler befähigt werden, als Fachkraft mit erzieherischen, pflegerischen und hauswirtschaftlichen Kenntnissen die Pflege und Erziehung des Säuglings, der Kleinst-, Kleinkinder und Kinder zu übernehmen. Dabei arbeitet er/sie in den verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen als Zweitkraft Hand in Hand mit Sozialpädagogen, Erziehern oder Kinderkrankenschwestern. Er/Sie wird durch die Ausbildung besonders befähigt, sich mit dem einzelnen Kind bzw. einer kleinen Kindergartengruppe zu beschäftigen. Er/Sie wird damit zu einer wichtigen Bezugsperson für Kinder.

 

Während seiner/ihrer vielfältigen Arbeit ist der/die Kinderpfleger/in immer in Bewegung. Beim Umgang mit Kindern ist er/sie auf genaues Beobachten angewiesen. Kritischen Signalen wie z.B. Geschrei oder Funkstille, die Gefahr anzeigen können, geht er/sie sofort nach. In Konfliktsituationen muss er/sie oft mit gesundem Menschenverstand und Sachkompetenz schnelle Lösungen anbieten können. Auch Kontakt mit Eltern oder Vertretern von Behörden sind Bestandteile der Arbeit.All diese Arbeiten verlangen von dem Kinderpfleger/der Kinderpflegerin hohe individuelle Tatkraft, Selbständigkeit, Kontaktfreudigkeit, geistige und körperliche Beweglichkeit und natürlich vor allem Freude am Umgang mit Kindern. Die Anforderungen, die der Beruf mit sich bringt, sind nicht zu unterschätzen. Wo viele Kinder gemeinsam ihre Zeit verbringen ist es z. B. oft laut und unruhig. Da gilt es dann, die Nerven zu behalten und seine Belastbarkeit unter Beweis zu stellen.

Langeweile werden Sie als Kinderpfleger/in bestimmt nicht haben.