Ansprechpartner

Frau Christine Scharnbacher

E-Mail: kinderpflege(at)bkgl.de

 

 

 

 

Kontakt-Formular
* Erforderliches Feld

Berufsfachschule für Kinderpflege
Unterricht

Die Stundentafel umfasst 36 Wochenstunden:

Berufsbezogener Lernbereich

  • Sozialpädagogik
  • Gesundheitsförderung und Pflege
  • Arbeitsorganisation und Recht
  • Mathematik und Englisch

Differenzierungsbereich

  • Gestaltung, Textil
  • Spiel/Musik/Rhythmik

Berufsübergreifender Bereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Politik/Gesellschaftslehre




Didaktische Struktur
Grundlage der Arbeit sind die Richtlinien und Lehrpläne für den Bildungsgang Kinderpfleger/Kinderpflegerin.
Der Unterricht gliedert sich in berufsübergreifene, berufsbezogene und außerschulische Lernbereiche. Durch den Unterricht soll die Schülerin/der Schüler befähigt werden, als Fachkraft mit erzieherischen,pflegerischen und hauswirtschaftlichen Kenntnissen die Pflege und Erziehung des Säuglings, der Kleinst-, Kleinkinder und Kinder zu übernehmen.

Die didaktische Struktur des Bildungsgangs wird bestimmt durch die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz.

Diese umschließt Qualifikationen, die vorrangig der Bewältigung konkreter, gegenwärtiger oder zukünftiger beruflicher Situationen dienen. Entsprechend sind innerhalb der Schule die zu vermittelnden Unterrichtsinhalte - insbesondere der berufsbezogenen Fächer - vorbereitend auf die Praktika und die spätere berufliche Praxis ausgerichtet.

In den Praxisblöcken haben die Schüler/innen regelmäßig Gelegenheit in Anbindung an die Unterrichtsgegenstände ihre Erfahrungen in der Praxis zu sammeln, bzw. den direkten Bezug zur beruflichen Realität zu reflektieren.

Das Lernangebot hat eine ganzheitliche Ausrichtung. Neben der Vermittlung von Fachkompetenzen wird gleichwertig die Persönlichkeitsentwicklung gefördert, um so eine fortschreitende Professionalisierung zu erreichen.

So sollen in den drei Ausbildungsphasen: Orientierung, Erprobung und Entwicklung eigener Handlungen die Schüler/innen z. B. lernen:

  • sich immer intensiver einzustellen auf die Bedürfnisse anderer Menschen
  • ihre persönliche Reflexionsfähigkeit zu erweitern, um zu einem umfassenden Denken und Handeln in Alternativen zu gelangen.

Für die Ausbildung wird ein offenes didaktisches Konzept zugrunde gelegt, das sich als problemorientiert,ergebnisoffen und teilnehmerbezogen charakterisieren läßt. Die Reproduktion von fertigen, vorgegebenen Denkprozessen ist wenig gefragt.

 

 

Ausgangspunkt in der Orientierungsphase ist die Situation der Schüler/innen wie z.B. die individuelle Lebenslage, Schullaufbahn, persönliche Stärken und Schwächen, Erfahrungen usw. Immer wieder sollte im Unterricht in den ersten Schulwochen an die momentane Situation der Schüler/innen angeknüpft werden und neben neuen Erfahrungssangeboten zum Austausch von vorhandenen Erfahrungen,Widerständen und Ängsten ermutigt werden.

 

Das anzusteuernde Ziel in dieser Phase ist der Perspektivwechsel vom bis dahin Erzogenen zum erziehenden Menschen, der in die Verantwortung für die ihm anvertrauten Kinder geht. In der Kindertagesstätte haben die Schüler/innen die Möglichkeit durch das Handeln in überschaubaren Situationenn Erfahrungen zu sammeln, um sich dadurch zunehmend zu befähigen sich auf die Kinder bzw. Kleingruppen mit ihren Bedürfnissen einzulassen und kleine Beschäftigungsangebote durchzuführen.

 

Ausgangspunkt in der Erprobungsphase ist die Situation der Kinder in der Gruppe.

Sich als Teil der Erziehungssituation in der Wechselwirkung zum kindlichen Handeln zu begreifen, führt die Schüler/innen zu neuen Erfahrungen auf einem höheren Niveau.
In gezielt ausgewählten, jedoch bereits komplexeren Situationen, erweitern sich die Handlungsmöglichkeiten. Aus der Mithilfe in der Orientierungsphase entwickelt sich allmählich ein immer selbständigeres, gezieltes Einbeziehen, Fördern und Anregen der Kinder. Handlungsalternativen werden gesucht und ausprobiert. Gleichzeitig kommen die Bedürfnisse der Kinder mehr und mehr zum Tragen.

In der letzten Phase der Ausbildung, der Phase der Entwicklung der eigenen Handlungen, wird die professionelle Rolle zunehmend von den Schüler/innen übernommen, eine Vorbildfunktion immer stärker ausgeübt.
Der Handlungsspielraum umfasst den konkreten beruflichen Alltag, der in dieser Phase bereits stärker mitverantwortlich gestaltet werden muss. Gegen Ende der Ausbildung sollte es zu einer weitestgehenden Übereinstimmung von Handlungserfordernissen der beruflichen Praxis zu den zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten der Lernenden kommen.

 

Für die Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz haben die Praktika an den außerschulischen Lernorten eine große Bedeutung. Sie ermöglichen dem Lernenden Einblicke in das aktuelle Berufsspektrum. Hier lassen sich die in der Schule erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten anwenden, können Probleme des beruflichen Alltags erfasst, und Lösungsmöglichkeiten entwickelt und hinterfragt werden. Darüber hinaus werden allgemeine berufliche Sozialisierungserfahrungen ermöglicht, wie z. B. das Zurechtfinden in der Arbeitnehmerrolle oder der Umgang mit dem Kollegenteam. Nicht zuletzt können die Praxiserfahrungen Entscheidungen für das spätere Einsatzfeld gezielter getroffen werden oder Weiterbildungsmöglichkeiten zum Erzieher, Heilerziehungspfleger oder anderen sozialen Berufen anvisiert werden.