Ansprechpartner

Frau Nicole Flügel

E-Mail: n.fluegel(at)bkgl.de

 

 

Berufsfachschule für Sozialassistenz
Unterricht und Handlungsfelder

 

Grundlage der Ausbildung ist der Bildungsplan für die Berufsfachschule, der zum Berufsabschluss nach Landesrecht "Staatlich geprüfter Sozialassistent / Staatlich geprüfte Sozialassistentin" führt.

Demnach umfasst die Stundentafel ca. 36 Wochenstunden, verteilt auf:

 

Berufsbezogener Lernbereich

Fächer des fachlichen Schwerpunktes:

  • Arbeitsorganisation und Recht (2 Stunden)
  • Erziehung und Soziales (6 Stunden)
  • Gesundheitsförderung und Pflege (11 Stunden)
  • Mathematik (2-3 Stunden)
  • Englisch (2-3 Stunden)

Berufsübergreifender Bereich

  • Deutsch/Kommunikation (2-3 Stunden)
  • Religionslehre (1-2 Stunden)
  • Sport und Gesundheitsförderung (2 Stunden)
  • Politik/Gesellschaftslehre (1-2 Stunden)

 

Differenzierungsbereich

  • Gestaltung (2 Stunden)
  • Spiel (2 Stunden)
  • Musik (2 Stunden)

Didaktische Struktur

Die didaktische Struktur des Bildungsgang wird bestimmt durch die Zielsetzung "Entwicklung von beruflicher Handlungskompetenz" in zwei Ausbildungsphasen:

1. Orientierung im Berufsfeld


Dazu gehört die Entwicklung eines Berufsrollenverständnisses durch Sammlung erster Handlungserfahrungen, das dem weiteren Lernen Motiv und Richtung geben soll. Außerdem wird in dieser Phase die Beobachtungsfähigkeit entwickelt, insbesondere eine reflektierte Fremdwahrnehmung (Empathie).

 

2. Entwicklung einer Beruflichen Handlungskompetenz in drei Handlungsfeldern

 

 

Das berufliche Handeln steht in allen Ausbildungsphasen im Zentrum. Ausgehend von beruflichen Handlungssituationen werden theoretische Kenntnisse und praktische Handlungskonsequenzen erarbeitet und erprobt. Eine beständige Reflexion fördert die Entwicklung und Erweiterung eigener Handlungsmuster und - Konzepte.

So werden Sozialassistenten/Sozialassistentinnen durch die Ausbildung befähigt, personal, sozial und fachlich kompetent in den unterschiedlichen beruflichen Handlungssituationen tätig zu werden.

Die Auszubildenden lernen folgende drei Handlungsfelder kennen:

 

 

1. Kinder und Heranwachsende in häuslichen oder sozialpädagogischen Einrichtungen, Schwerpunkt Kindertageseinrichtungen

 

 

 

2. Menschen mit Behinderungen in Privathaushalten oder Einrichtungen  der Lebenshilfe, Schwerpunkt Wohnheime und Werkstätten

 

 

3. Alte Menschen in Privathaushalten oder Einrichtungen der Altenpflege, Schwerpunkt Tages- oder vollstationäre Pflege.

 

 

 

Während der zweijährigen Ausbildungszeit zum Sozialassistenten, zur Sozialassistentin werden die in der Schule entwickelten Kompetenzen in je einem Blockpraktikum pro Halbjahr gefestigt, reflektiert und erweitert.

Dies geschieht nach folgender Struktur:

Handlungsfelder

Praxisstellen (in der Regel)

Zeitpunkt während der Ausbildung und Umfang

Kinder

(integrative) Kindertagesstätten

Praktika im 1. Schulhalbjahr:
3 Tage und 3 1/2 Wochen 

Menschen mit Behinderung

Einrichtungen der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen: Wohngruppen, Werkstätten

Praktika im 2. Schulhalbjahr:
ein Schnuppertag und fünf Wochen

Alte und kranke Menschen

Altersheime
Altentagesstätten

Demenz-WG

Tagespflege
(Ambulanter Pflegedienst)

 

Praktika im 2. Ausbildungsjahr:
pro Halbjahr je ein Schnuppertag und vier Wochen Praxisblock (Pflege und Sozialer Dienst)

 

Ergänzend werden fächerübergreifende Projekte oder Lernaufgaben passend zum jeweiligen Handlungsfeld zur Unterstützung von selbst organisierten Lernprozessen umgesetzt.