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Frau Drux-Lichtinghagen

 

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Girls' Day

Girls' Day - Mädchenzukunftstag 2007 Am Berufskolleg Bergisch Gladbach

 

 

Auch in diesem Jahr haben wieder 22 Mädchen und zwei Jungen aus den umliegenden Schulen die Angebote des Berufskollegs Bergisch Gladbach anlässlich des Mädchen-Zukunftstags angenommen. Am 26. April 2007 konnten sechs Interessentinnen in den schuleigenen Werkstätten den Umgang mit Holz unter der Anleitung von Herrn Fahlenbock und Herrn Reiff erlernen; vier der Mädchen machten Übungen zur Farbgestaltung - von Frau Keden angeleitet; Herr Ehl betreute zehn Teilnehmerinnen dabei, elektronische Schaltungen herzustellen. In allen Abteilungen unterstützten Auszubildende die Mädchen dabei, einen Einblick in das jeweilige Berufsfeld (Holztechnik/Maler und Lackierer/Elektrotechnik) zu finden.

 

Die Rückmeldungen der Mädchen waren durchweg positiv, auch wenn sich der Berufswunsch nicht unbedingt zugunsten des am Girls' Day erprobten Berufsfelds verändert.

 

Die Angebote des Berufskollegs zum Girls' Day haben immer schon auch Jungen einbezogen (Kinderpleger/Erzieher/in): Diese Jahr haben sich (nur) zwei Jungen bei Frau Scharnbacher über den Bereich Kinderpflege informiert.

 

Die Intention der Initiatoren und Veranstalter des Mädchen-Zukunftstags ist es, mehr Mädchen einen Zugang zu techniknahen Berufen zu eröffnen und damit das Berufswahlverhalten langfristig zu ändern. Auch sollen Jungen einen Einblick in Berufe gewinnen, die nur einen geringen Männeranteil aufweisen.

 

Wünschenswert wäre es, wenn die Umwelt darauf hinarbeitete, dass die jeweilige Berufswahl sich an den Interessen des und der Einzelnen orientiert und nicht an unterschwellig oder offensichtlich wirksamen Geschlechterschranken. Dann gäbe es sicherlich mehr Männer, die z.B. Erzieher bzw. Frauen, die Ingenieurinnen werden wollten, weil sie nicht fürchten müssten, auf Grund Berufswunschs an Sozialprestige zu verlieren.

 

Dies erfordert allerdings mehr abgestimmte Aktionen der verschiedenen Partner. Die Arbeitgeber - öffentliche wie private - müssten frauendominierte Berufe besser bezahlen und Schule und Elternhaus sollte die Möglichkeit nutzen, schon sehr frühzeitig das Berufswahlverhalten und die jeweiligen Möglichkeiten gendergerecht zu thematisieren.

 

Aber der Weg dahin scheint noch weit...

 

Mai 2007

Barbara Kreusch / Silke Keden

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