Ansprechpartnerin

Frau Hartmann-Batz

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c.hartmann-batz(at)bkgl.nrw.schule



Fachverkäuferin/ Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk
Unterricht

Der Unterricht in den Bildungsgängen Bäcker/in-Fachverkäufer/in erfolgt im berufsspezifischen Bereich nach Lernfeldern, zudem gibt es noch den berufsübergreifenden Lernbereich mit den Fächern Deutsch/Kommunikation, Sport/Gesundheitslehre, Religion/Ethik, diese drei Fächer werden in der Unterstufe unterrichtet. Politik sowie Englisch im Fachverkauf stehen in Mittel- und Oberstufe auf dem Stundenplan.

 

Wir haben am Berufskolleg Bergisch Gladbach einen guten Weg gefunden, den Schülerinnen und Schülern ein gründliches allgemeinbildendes und berufsspezifisches Fachwissen mit Fachkompetenzen zu vermitteln. An 1,5 Schultagen in der Unter- und Mittelstufe und einem Schultag in der Oberstufe werden die Auszubildenden in Theorie und Praxis von unserem erfahrenen Bildungsgangteam dazu unterrichtet.

 

 

 

Bäcker/innen und Fachverkäufer/innen werden am „halben“ Berufsschultag in der Unter- und Mittelstufe in kleinen Gruppen gemeinsam beschult und können so viel voneinander lernen. Das stärkt den Teamgeist und führt zu einem verbesserten Austausch innerhalb der beiden Berufsgruppen. So gewinnen die Verkaufsfachkräfte einen gründlichen Einblick in die Herstellung von Backwaren wie Plunder- oder Blätterteiggebäcken, die Auszubildenden aus der Produktion erleben die Herstellung von Snacks und erkennen, wie wichtig auch die richtige Präsentation der Backwaren für eine Bäckerei ist. An den „Haupttagen“ findet der Unterricht im Klassenverband statt.

 

 

 

In den Oberstufen werden Bäcker- und Verkaufsklassen nur innerhalb ihres Ausbildungsberufs beschult und von uns gezielt auf die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung vorbereitet. Auch wenn in der Oberstufe vom Stundenplan her keine Fachpraxis mehr vorgesehen ist, gehen wir zur Prüfungsvorbereitung und zum Ausprobieren mancher Prüfungsgebäcke mit den Schülerinnen und Schülern in die Lehrbackstube.

 

 

 

Zu den Vorgaben in den Lehrplänen versuchen wir noch Akzente zu setzen, von denen wir glauben, dass sie die Auszubildenden weiterbringen. So arbeiten wir ab der Unterstufe an einer Schulung der Sensorik – das lässt sich sehr gut in die vorgegebene Lernfeldarbeit einbauen. So werden beispielsweise unterschiedliche Butterkremarten und Fettkrems sensorisch verglichen. Die Auszubildenden sollen die Unterschiede erschmecken und auch lernen, diese Unterschiede zu benennen und zu beschreiben.

 

Auch das Aufgreifen von Trends und Trendgebäcken im Unterricht macht uns Freude. So beschäftigen wir uns mit Vorteigen wie Pouliche oder Backwaren aus Dinkel, damit die Schülerinnen und Schüler auch für neue Ideen sensibilisiert werden.

 

Nicht alle Auszubildenden starten ihre Berufsausbildung mit den gleichen Voraussetzungen. Manche haben Lernschwierigkeiten und wenig Lust auf Schule, seit einigen Jahren haben wir in den Bäckerklassen bis zur Hälfte auch junge Menschen, die ihr Heimatland verlassen mussten und mit sehr geringen Deutschkenntnissen ihre Ausbildung starten. Das stellt Schule natürlich vor Probleme. Wir begegnen dieser Heterogenität mit Teamteaching, der Unterstützung von jungen Menschen, die Bundesfreiwilligendienst leisten (nach Verfügbarkeit) und mit ehrenamtlichen Helfer/innen, die die Sprachanfänger während oder nach dem Unterricht unterstützen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir auch eng mit den Mitarbeiter/innen der LERNEN FÖRDERN gGmbH - ausbildungsbegleitenden Hilfen - zusammen (AbH). Dort können alle Auszubildenden, die Unterstützung benötigen, kostenlosen Nachhilfeunterricht erhalten.

Hier geht es zum Flyer von LERNEN FÖRDERN gGmbH.

 

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterricht im Bildungsgang „Bäcker/in“ haben, melden Sie sich gerne bei der Leiterin der Bildungsgänge, Christine Hartmann-Batz, oder den Mitgliedern des Bildungsgangteams.